Warum Good Governance?

Globale Fragen und lokale Probleme erfordern das Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Wie motiviert gezieltes „Campaigning“ die Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung an einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik? Wie wird eine Strategie zu Corporate Social Responsibility in einem mittelständischen Unternehmen in Deutschland verankert? Wie lässt sich ein Zertifizierungssystem entwickeln, das die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche verbessert?

Aufgaben wie diese können heute nicht mehr von einzelnen Akteuren, Unternehmen oder staatlicher Politik allein gelöst werden. Vielmehr gehen wichtige Impulse von einer Vielzahl nationaler und internationaler Organisationen aus, die gemeinsam ein Akteursgeflecht ergeben, dessen Agieren mit dem Begriff Governance bezeichnet wird. Das Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist notwendig, um den heutigen und zukünftigen Problem- und Aufgabenstellungen gerecht zu werden.

Voraussetzung für ein funktionierendes Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist die Entwicklung eines verantwortungsvollen und dialogorientierten Führungsstils in den Interessenverbänden, Unternehmen, Regierungen und Organisationen.

Aus dieser Anforderung erwächst ein neu zu gestaltender Bildungsbedarf für die künftigen Entscheidungstragenden in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, dem die klassische universitäre Ausbildung heute allein nicht mehr gerecht werden kann. Zudem bedarf es unabhängiger Akteure, die über die Grenzen der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen hinaus innovative Konzepte entwickeln, um die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Sektoren zu ermöglichen und zu verbessern.

Diesem Bedarf sieht sich die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance verpflichtet.

 

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