Projekt zur Förderung von Kompetenzen der Unabhängigen Wahlkommission Afghanistans und relevanter zivilgesellschaftlicher Akteure

Workshop Afganistan Januar 2012

In der Zeit vom 04.01.2012 bis 19.01.2012 fand in Duschanbe, Tajikistan ein vom Auswärtigen Amt gefördertes Projekt im Bereich Wahlmanagement, Anti-Korruption und Handhabe der wahlrechtlichen Rahmenbedingungen statt. Ziel des von der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance initiierten und geleiteten Projektes ist es, jene nationalen Organisationen in Afghanistan zu stärken, denen eine entscheidende Rolle im Demokratisierungsprozess des Landes zukommt.

Gemeinsam mit der Unabhängigen Wahlkommission (IEC), der afghanischen Menschenrechtskommission (AIHRC), der Stiftung für Freie und Faire Wahlen (FEFA) und weiteren Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft werden derzeit Techniken der Korruptionsbekämpfung und Verfahren zur Verbesserung der Wahlorganisation erarbeitet. Weiterhin werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Wahlen in Afghanistan in den Fokus konstruktiver Diskussionen gerückt.  Die Inhalte des Curriculums für den Workshop wurden in einem engen Abstimmungsprozess zwischen der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, der IEC und den zivilgesellschaftlichen Akteuren vorbereitet, um den Erfahrungen, Perspektiven und Ideen der Teilnehmer umfassend Raum zu geben.

„Zentrales Anliegen des Projektes ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern zu beraten, wie die Durchführung von Wahlen in Afghanistan verbessert und der Aufbau von transparenten, gut geführten politischen Strukturen wirksam stabilisiert und vorangetrieben werden kann“, sagt Projekt-Leiterin Anna Haupt. Eines der Hauptprobleme, die sich in Afghanistan dabei stellen, ist die geringe Zusammenarbeit der Akteure, die massive Korruption und der weitgreifende Nepotismus. Anvisiertes Ergebnis des neuntägigen Workshops ist ein von allen Teilnehmern getragener Umsetzungsplan für die Implementierung gemeinsam verabredeter Maßnahmen zur Verbesserung der Lage in Afghanistan in ihren jeweiligen Kompetenz- und Zuständigkeitsbereichen.

Die Eröffnungsveranstaltung des Projektes wurde u. a. vom Gründer und Vorsitzenden von „Transparency International“ Dr. Peter Eigen als Schirmherr des Projektes und Prof. Dr. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance geleitet. „Wir freuen uns, dass wir auf diesem Wege die Demokratisierung Afghanistans unterstützen können und hoffen, diese Arbeit auch in weiteren Transformationsgesellschaften der Region fortzuführen.“, unterstrich die Präsidentin.

Der Workshop wird von internationalen Experten aus den Bereichen afghanisches Recht, Wahlprozesse und Korruption begleitet. Das Projekt wird aus Stabilitätsmitteln Afghanistans des AA finanziert und ist zunächst bis Februar 2012 befristet.


Kontakt:
Anna Haupt, 030-2005 971 – 23

anna.haupt@humboldt-viadrina.org

 

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