Zentrum für Betriebs- und Sozialpartnerschaft

Fokus:
Im Fokus der Arbeit des Zentrums für Betriebs- und Sozialpartnerschaft steht zum einen die Praxis der Betriebspartnerschaft, also die Zusammenarbeit von Betriebsräten und Arbeitgebern, und zum anderen die Sozialpartnerschaft, also das Zusammenspiel von Gewerkschaften und Arbeitgebern. In diesen Kontexten werden die Interdependenzen und aktuelle Herausforderungen der Protagonisten aus betrieblicher, unternehmerischer und gesellschaftspolitischer Perspektive untersucht.


Überzeugung:
Dabei wird die die Betriebspartnerschaft als wichtige identitätsstiftende betriebswirtschaftliche Ressource im Unternehmen und die Sozialpartnerschaft als wesentliches stabilisierendes ordnungspolitisches Element der sozialen Marktwirtschaft verstanden. Demzufolge ist eine aktive Strategie für einen wertschöpfenden Umgang der Betriebs- und Sozialpartner aus unserer Sicht unverzichtbarer Bestandteil eines umfassenden Ansatzes von Good Corporate Governance.


Zielsetzung:
Ziel der Arbeit des Zentrums für Betriebs- und Sozialpartnerschaft ist zum einen die Etablierung konsensfähiger Standards für eine konstruktive und ressourcenorientierte Arbeit der Betriebs- und Sozialpartner. Und zum anderen die Entwicklung von Strategien zur Förderung von Kooperation und Wertschöpfung in der Betriebspartnerschaft und der Werte- und Ressourcenorientierung in der Sozialpartnerschaft auf der Basis einer Analyse der gängigen Handlungsstrategien.


Vorgehensweise:
Die Arbeitsweise entspricht dem Forschungsmodell der Aktionsforschung (Action Research), deren wesentliches Element die gemeinsame Reflexion von Praktikern und Wissenschaftlern darstellt. Das Zentrum für Betriebs- und Sozialpartnerschaft verfolgt dabei einen multidisziplinären und multiperspektivischen Ansatz. Für diesen Forschungsgegenstand bedeutet das zwingend die Einbindung aller wesentlichen Lager der Betriebs- und Sozialpartnerschaft sowie eine strikt überparteiliche Ausrichtung.


Personen:

Prof. Dr. Stephan Breidenbach ist Lehrstuhlinhaber für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Internationales Wirtschaftsrecht an der Europa-Universität Viadrina. Er ist Professor für Mediation, insbesondere Wirtschaftsmediation, an der Universität Wien. Er ist Mitgründer des Projekts Humboldt-Viadrina School of Governance und Mitgründer der betterplace Stiftung. www.betterplace.org ist eine Internetplattform für soziale Projekte weltweit, die Projektinitiatoren in Kontakt mit Menschen und Unternehmen bringt, die Hilfe in Form von Geld, Zeit oder Know-how leisten wollen. Stephan Breidenbach arbeitet national und international als Mediator, Schiedsrichter und Berater in komplexen Auseinandersetzungen.


Dr. Constantin Olbrisch ist Rechtsanwalt und Mediator mit Schlichtungs- und Mediationsschwerpunkten in den Bereichen innerbetriebliches Konfliktmanagement und kollektives Arbeitsrecht. Er lehrt und trainiert insbesondere zu den Themenbereichen „Kooperation und Strategische Ausrichtung in der Betriebspartnerschaft“, „Kooperatives Verhandlungsmanagement“, „Wirtschaftsmediation“ und „Value-based Leadership“ u. a. an der Hertie School of Governance, Humboldt Universität, Universität Rostock, am Kammergericht Berlin, an der Richterakademie in Brandenburg, am Justizsenat Berlin und am Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern. Von 1999 bis 2001 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Völkerrecht an der Universität Rostock und promovierte über nichtstaatliche Steuerungskonzepte.

Kontakt: Dr. Constantin Olbrisch, Zentrum für Betriebs- und Sozialpartnerschaft, Berlin
constantin.olbrisch@humboldt-viadrina.org

 
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